Augsburger Allgemeine Zeitung zu Verrücktes Blut

Augsburger Allgemeine Zeitung
„Nun ist auch an Augsburgs Brechtbühne zu beobachten, auf wie unterhaltsame, witzige und originelle Weise Sarra- zin auf den Kopf gestellt werden kann. (…) Hochkultur trifft Subkultur, Schillers Kunstsprache bricht sich am Slang der Straße; seine elektrisierten Gemütszustände spiegeln sich aber in der Wildheit der Klasse wider. Das alles ist eine schillernde Gemengelage aus Widersprüchen und Übereinstimmungen, die Regisseur Ulf Goerke in eine schnelle, urkomische Komödie verwandelt. Ihm gelingt der Drahtseilakt, den derben Proll- Witz und gleichzeitig den Sinn und Hintersinn des Stückes heraus zu arbeiten. Das beginnt mit der Bühne von Susanne Hiller: Auf dem nachgebauten, stilisierten Vorhang der Theaterfassade turnen die acht Schauspieler herum. Das setzt sich mit den Kostümen (Karo- line Schreiber) fort. (…) Das gipfelt mit dem hingebungsvollen, durchgeknallten Ensemble. Achtung- Deutschland geht unter! (…) Bravo!“

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